Landwirtschaft
Amarant - Nahrung der Zukunft

Día de campo con estudiantes y pobladores de la comunidad

Wir haben an dem internationalen Forschungsprojekt Amarant future food teilgenommen, in dessen Rahmen der Anbau von Amarant und die Produktion von Nahrungsmitteln in Chinandega  gefördert wurde. Das Projekt war auf einen Zeitraum von 40 Monaten begrenzt und wurde in sechs Ländern (Dänemark, Spanien, Tschechien, Mexiko, Argentinien und Nicaragua) durchgeführt (www.amaranth-future-food.net). Die Forscher die an dem Projekt in Chinandega teilgenommen haben kamen von verschiedenen Forschungsinstituten, Universitäten, Frauenverbänden und Chinantlan als NGO. Das strategische Ziel war es das nötige Wissen und Material für einen nachhaltigen Anbau von Amarant zu schaffen. Außerdem wollten wir die verschiedenen Gene und Genstränge analysieren um herauszufinden welche Sorte der Amarantpflanze  die höchste Resistenz gegen  Insekten, Pilze, Dürre und salzhaltigen Boden besitzt. Damit sollte das Projekt auch die Nahrungssicherheit erhöhen.

Möglichkeit für Nicaragua

Das spezielle Ziel in Nicaragua war es, Frauen aus der ländlichen Region bei dem Anbau von Amarant zu unterstützen und so Nahrungsmittelsicherheit zu schaffen. Vor allem in einer Region die durch jahrelangen Bauwollanbau von Bodenerosion und Verschmutzung betroffen ist.

Was ist Amarant und wie wird es verarbeitet

Historisch gesehen stammt die Amarantpflanze aus Nord-, Mittel- und Südamerika. Zusammen mit Getreide, Bohnen und Chia bildete Amarant das Hauptnahrungsmittel der frühen Kulturen Amerikas. Mit der Ankunft der Spanier in Amerika und während der Eroberung wurde die Amarantpflanze jedoch wegen religiöser und politischer Gründe vollständig ausgelöscht.                             Amarant ist reich an Proteinen, Mineralien und den Vitaminen A,B,C,B1,B2,B3, sowie Folsäure, Niacin, Calcium, Eisen und Phosphor. Die Menge an Proteinen ist bei Amarant größer als bei Getreide und sie enthält doppelt so viel Proteine wie Mais und Reis und 60 bis 80 Prozent mehr als Weizen. Aus der Amarantpflanze können viele Erzeugnisse, wie Tortillas, Kuchen, Mehl, Schokolade und auch Getränke und vieles weitere hergestellt werden.

Für wen eignet sich Amarant?


In der Region Chinadegas, sowie in anderen Regionen Nicaraguas, gibt es viele landwirtschaftliche Frauenkooperativen, die durch die klimatischen Bedingungen, wie Dürre für ein halbes Jahr, auf den Anbau alternativer Pflanzen angewiesen sind. Amarant eignet sich durch seine Resistenz gegen Hitze und Trockenheit daher optimal. Darüber hinaus ist die Pflanze reich an Proteinen und damit optimal für unterernährte Kinder und Erwachsene in ländlichen Gebieten. Mit diesem Projekt führten wir den Anbau von Amarant in einer landwirtschaftlichen Frauenkooperative ein, bewerteten die Resultate des Anbaus und entwickelten Gerichte mit Amarant. Außerdem haben wir sichergestellt, dass die Pflanzen, die auf ehemaligen Baumwollplantagen angebaut wurden, nicht mit Pestiziden verseucht waren.

Ergebnisse

  • Wir haben 4 Arten von Amarant gefunden, die ursprünglich aus Nicaragua stammen
  • Wir haben den Anbau von Amarant, auf ehemaligen Baumwollplantagen, mit Frauenkooperativen aus 4 Gemeinden realisiert
  • Wir haben den Nährwert der Amarantpflanze zusammen mit den Frauenkooperativen ermittelt, durch Unterstützung von Organisationen die in der Ernährungssicherheit arbeiten
  • Wir haben die Produktion von Nahrungsmitteln mit Amarant gefördert
Wenn Sie die Projektleiter kontaktieren möchten, melden Sie sich bei: Ajax Foseca Trujillo, chinantlan_ni@yahoo.es oder Tel.: 8812 9894

 

 

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